Christoph Martin Wieland: Klelia und Sinibald  oder Die Bevölkerung von Lampeduse

Christoph Martin Wieland: Klelia und Sinibald oder Die Bevölkerung von Lampeduse

Sprecher: Jan Philipp Reemtsma
Musik: Danzas Fantásticas mit Volker Höh, Gitarre


Ein Gedicht in zehn Büchern, 1783

Ungekürzte Lesung, 3 CD, 218 Minuten


Christop Martin Wieland (1733-1813) war der erste der großen deutschen Klassiker am Hofe zu Weimar – mit ihm begann der „Musenhof“. Er schrieb den ersten deutschen Roman, der ungeteilte Anerkennung fand, übertrug vor Schlegel und Tieck fast den gesamten Shakespeare ins Deutsche und schrieb Verserzählungen in einem Tone, der zuvor in Deutschland nie gehört worden war. Er bewies, dass die deutsche Sprache dem Französischen oder Italienischen an Flexibilität und Fähigkeit zur Harmonie nicht nachstand – was man bis dahin allgemein geglaubt hatte. Mit Klelia und Sinibald erreichte er Höhepunkt und Abschluss seines genialen formalen Vermögens, in Versen zu erzählen.

Jan Philipp Reemtsma, geboren 1952, ist Inhaber eines Lehrstuhls für Literaturwissenschaft an der Universität Hamburg. In zahlreichen Publikationen setzt er sich seit längerem u.a. für das Werk Wielands ein, und seinem Bemühen zuerst ist es zu verdanken, dass eine in Konturen sich abzeichnende Wieland-Renaissance in den letzten Jahren Gestalt annimmt.


ISBN 3-938046-02-3